Gesetze gegen aufrechte Bürger

January 3, 2009 – 4:35 pm

Für was mussten wir uns eigentlich von der CSU in unseren Versammlungsrechten einschränken lassen, wenn der (vorgeschobene?) Grund für diese Einschränkung, die rechtsextremen Parteien und deren Aufmärsche, jetzt doch problemlos stattfinden dürfen? Vielen Dank nochmal, liebe Ex-Einheitspartei.

Was weiß Google über Dich?

December 4, 2008 – 5:43 pm
  • Adwords, Sie kennen deinen Marketing Plan und deine Suchwörter.
  • Adsense, Sie wissen welche Seiten du bewirbst und wieviel du ausgezahlt bekommst + Kontodaten.
  • Alerts, Sie wissen welche Topics wichtig sind für Dich.
  • Analytics, Sie wissen welche Seiten und welche Besucher du woher hast und erkennen die Trends dazu.
  • Blogger, Sie wissen über was Du schreibst. Jedes Wort, jede Phrase und kennen jeden ein- und ausgehenden Link.
  • Kalender, Sie wissen welche Termine du hattest und welche Du noch haben wirst.
  • Catalog search/Product Search, Sie wissen wonach Du suchst und was Du eventuell kaufen möchtest.
  • Checkout, Sie kennen Deine kompletten persönlichen Daten wie Name, Adresse, Telefon, Kreditkartennummer.
  • Chrome, Sie wissen alle Seiten die Du besuchst, wenn Sie es bis jetzt noch nicht wußten.
  • Desktop, Sie wissen was Du auf deinem PC hast.
  • Text und Tabellen, Sie wissen welche Dokumente du schreibst oder gerade mit anderen zusammen bearbeitest.
  • Earth, Sie wissen welche Orte auf der Welt, Du dir genauer ansiehst.
  • FeedBurner, Sie wissen alles über Deine Feedleser und deine Artikel.
  • Finance, Sie wissen was Du hast und welchen Trends Du Folgst.
  • Gmail, Sie wissen alles über Deine Mails.
  • Groups, Sie wissen Deine Vorlieben und Deine Beteiligungen an Gruppen.
  • Bilder suche, Sie wissen was für Bilder Du dir ansiehst und worauf Du stehst.
  • Local search, Sie wissen wo Du bist und wonach Du suchst.
  • Maps, Sie wissen wo Du wohnst, welche Routen Du planst und welche Orte Du genauer betrachtet hast.
  • Reader, Sie wissen welche Blogs Du liest und was Dich interessiert.
  • Suche, Sie wissen jeden Suchbegriff den Du jemals eingegeben hast.
  • Talk, Sie wissen wer Deine Freunde sind.
  • Toolbar, Sie wissen jede Webseite, die Du dir ansiehst.
  • Translate, Sie wissen welche Übersetzungen Du benötigst.
  • Video, Siehe einen Punkt tiefer.
  • YouTube, Sie wissen welche Videos Du hochgeladen
    hast, welche Du kommentierst hast, welche Art von Videos Du dir gerne
    ansiehst und welches Deine Vorlieben sind.

(Quelle: Annalist)

Bayern, Bayern über alles…

November 26, 2008 – 8:31 pm

Sueddeutsche.de

Bayern ist Spitze in Nationalchauvinismus und Antisemitismus - SZ online.

Das die Bayern und der Bayer an sich stolz auf ihren Freistaat sind, ist ja altbekannt. Aber dass sich dieser Chauvinismus auch “weiter rechts” noch gut äußert, ist beschämend. In Sachen Ausländerfeindlichkeit noch knapp durch MeckPomm geschlagen, ist Bayern im Bereich Antisemitismus wieder bundesweit Führer*. Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass die zugrundeliegende Studie der Uni Leipzig manchmal recht schwammig fragt, und so z.B. Menschen, die stolz auf deutsche Tugenden und Leistung sind, und Menschen, die Stolz im national-zentrierten Sinne sind, in einen Topf geworfen werden. Dennoch: Die Spitze im deutschen Antisemitismus-Ranking zu halten, ist beschämend.

* Man verzeihe mir das Wortspiel, aber wer mich kennt weiß, dass ich nicht kommentarlos an so einer Gelegenheit vorbeigehen kann ;) .

Zitate again

November 26, 2008 – 7:12 pm

“Lieber Leergut in der Hand als ne (volle) Flasche im Vorstand.”

Hansi H., Philosoph und Magister, ad Getränkefiliale vom Netto.

Big Brother Awards 2008

November 26, 2008 – 7:03 pm

Europa/EU: Rat der Europäischen Union (EU-Ministerrat) in Brüssel
Der BigBrotherAward 2008 in der Kategorie „Europa/EU“ geht an den Rat der Europäischen Union (EU-Ministerrat) in Brüssel, vertreten durch Ratspräsident Bernard Kouchner/Generalsekretär Javier Solana. Der EU-Ministerrat erhält den BigBrotherAward für die von ihm verantwortete EU-Terrorliste.

Gesundheit und Soziales: Deutsche Angestellten-Krankenkasse
Der BigBrotherAward 2008 in der Kategorie „Gesundheit und Soziales“ geht an die Deutsche Angestellten-Krankenkasse, DAK, vertreten durch ihren Vorstandsvorsitzenden Herrn Prof. Dr. h.c. Herbert Rebscher, für die unzulässige Weitergabe von Patientendaten 200.000 chronisch kranker Versicherter an eine Privatfirma, ohne die Versicherten über die Weitergabe zu informieren oder ihre Zustimmung einzuholen.

Verbraucher I: Mitglieder des 16. Deutschen Bundestages
Der BigBrotherAward 2008 in der Kategorie „Verbraucher“ geht an die Mitglieder des 16. Deutschen Bundestages, vertreten durch Dr. Norbert Lammert, Präsident des Deutschen Bundestages, für das Durchwinken mehrerer Gesetze, die eine Erhebung, langfristige Speicherung und Weitergabe von detaillierten Daten über Reisende erzwingen.

Arbeitswelt und Kommunikation: Deutsche Telekom AG
Der BigBrotherAward 2008 in der Kategorie „Arbeitswelt und Kommunikation“ geht an die Deutsche Telekom AG für die illegale Nutzung von Telefonverbindungsdaten zur Bespitzelung von Telekom-Aufsichtsräten und Journalisten.

Technik: Yello Strom GmbH
Der BigBrotherAward 2008 in der Kategorie „Technik“ geht an die Yello Strom GmbH, vertreten durch ihren Geschäftsführer Martin Vesper, für die Vorreiterrolle bei der Einführung der Digitalstrom-Technik für Privatkunden, ohne jegliche Information zum Datenschutz der Kunden.

Politik: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
Der BigBrotherAward 2008 in der Kategorie „Politik“ geht an das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, vertreten durch Minister Michael Glos, für die Verabschiedung des Gesetzes über das ELENA-Verfahren und die damit verbundene Zwangseinführung der elektronischen Signatur.

Verbraucher II: Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V.
Der BigBrotherAward 2008 in der Kategorie „Verbraucher“ geht an den Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V. (ADM), vertreten durch seinen Vorsitzenden, Herrn Hartmut Scheffler, stellvertretend auch für die Arbeitsgemeinschaft Sozialwissenschaftliche Institute e.V., dem Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Online-Forschung e.V. für die Empfehlung in einer Telefon-Richtlinie, Telefoninterviews bei Bedarf ohne Kenntnis der Gesprächspartner heimlich mitzuhören und diese rechtswidrige Praxis auch nach Beanstandung durch die Datenschutz-Aufsichtsbehörde weiterhin zu propagieren.

(Quelle)

Zugehörige Chaosradio-Sendung im WWW

Der Herr Müller

November 26, 2008 – 3:57 pm

Folgenen Text habe ich per Mail als Powerpoint bekommen. Normalerweise sind solche Powerpoint-Präsis ja eher dem schaleren Bürohumor zuzuordnen, diesmal gehts aber um die Verantwortung, die man als Konsument hat, und um wirklich widerwärtiges “Unternehmertum”. Die Vorwürfe sind zwar schon älter, aber man kanns nicht oft genug sagen.

Hallo, jetzt kommt mal was Nachdenkliches. Bitte so lesen, wie der Mann bei der “Sendung mit der Maus”!

Das hier, das ist der Herr Müller. Der Herr Müller kommt aus Aretsried, das liegt in Bayern, also ganz im Süden.

Der Herr Müller ist ein Unternehmer und das, was in den Fabriken von Herrn Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart. Der Herr Müller stellt nämlich lauter Sachen her, die aus Milch gemacht werden. Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her, aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, dass sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt.

Die Sachen, die der Herr Müller herstellt sind so gut, dass sogar der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat.

Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik. Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten.

Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu viele davon gibt, und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren, aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut.

Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld.

Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug. Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt, ihn zur Post gebracht und abgeschickt.

Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen Euro geschickt. 70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, also ganz viel Geld. Viel mehr, als in euer Sparschwein passt.

Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt.

Hurra, Herr Müller. Nachdem die neue Fabrik von Herrn Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, dass er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte.

Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch die Herren vom Land Sachsen und der Europäischen Union haben das gewusst, es ist nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben. Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so.

Also was hat er gemacht, der Herr Müller? In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft.

Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren.

Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt ihr sicher schon gemerkt, dass der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen.

Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt, dafür könnt ihr ruhig einen Taschenrechner nehmen, dann wisst ihr, dass der Herr Müller für jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 Millionen Euro bekommen hat.

Da lacht er, der Herr Müller.
Natürlich nur, wenn niemand hinsieht. Ansonsten guckt er ganz traurig und erzählt jedem, wie schlecht es ihm geht.

Aber der Herr Müller sitzt nicht nur rum, sondern er sorgt auch dafür, dass es ihm besser geht. Er ist nämlich sparsam, der Herr Müller.

Sicher kennt ihr die Becher, in denen früher die Milch von Herrn Müller verkauft wurden. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein, das ist ein halber Liter.

Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in lustigen Flaschen, nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch, weil man sie wieder verschließen kann und sehen hübsch aus. Allerdings sind nur noch 400 ml drin, sie kosten aber dasselbe. Da spart er was, der Herr Müller. Und sparen ist eine Tugend, das wissen wir alle.

Wenn ihr jetzt fragt, warum solche ekelhaften Schmarotzer wie der Herr Müller nicht einfach an den nächsten Baum gehängt werden, dann muss ich euch sagen, dass man so etwas einfach nicht tut.

Wenn ihr aber das nächste Mal im Supermarkt seid, dann lasst doch einfach die Sachen vom Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen, die daneben stehen. Die schmecken genauso gut, sind meistens billiger und werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt, für den der Begriff “soziale Verantwortung” noch eine Bedeutung hat.

Und an alle an denen DAS noch vorbeigegangen ist:

Der gute Herr Müller unterstützt seit Jahren die NPD durch Parteispenden - die ist nämlich sein guter Freund.

Ein noch viel wichtigerer Grund die Sachen im Regal stehen zu lassen!

Ach übrigens, da fällt mir ja ein, der Herr Müller will auch Erbschaftsteuer sparen und hat daher beschlossen, seinen Wohnsitz nach Österreich zu verlegen.

Eines sollte uns einigen:

Nichts mehr von Müller-Milch auf den Tisch!!!

Wenn Ihr der gleichen Meinung seid, schickt diesen Text doch ein wenig durch die Republik, damit alle Leute sehen, wo ihre mühsam erarbeiteten Steuergroschen bleiben.

Und wenn Herr Müller sich genug darum gekümmert hat, wie man am besten an das Geld vom Land Sachsen und der Europäischen Union kommt oder sich den Kopf darüber zerbrochen hat, wie er am wenigsten Steuern zahlen muss, dann schlägt er sich auch mal gerne mit Leuten von Greenpeace.

Das sind Menschen, die sich um den Erhalt unserer Erde kümmern. Und geschlagen hat Herr Müller die, weil die den anderen Leuten sagen, dass die Kühe, die seine Milch herstellen, Gen-Futter, und kein natürliches Futter fressen.

Und falls sich wirklich sehr viele Leute an den obigen Vorschlag halten, und nichts mehr von Müller-Milch kaufen, kann Herr Müller ja noch darauf hoffen, dass viele nicht wissen, dass die Marke “WEIHENSTEPHAN” auch zu seinen Firmen gehört.

Sturmgeschütz der Demokratie

November 23, 2008 – 7:09 pm

im BKA-Gesetz gab es ja so diese letzte Bastion der Demokratie, die der absoluten Willkürlichkeit der Maßnahmen noch entgegenstehen hätte können. Kein Richtervorbehalt, kein Kontrollgremium. Der Einzige, der angeblich noch etwas kontrollieren hätte können, wäre der interne Datenschutzbeauftragte des BKA gewesen. Völlig unabhängig, klar. Der sich gerne und oft gegen seinen Direktor stellt. Weil er nicht weisungsgebunden ist und so weiter, alles klar wie Kloßbrühe.

Hal Faber von der C’t wollte diese ominöse letzte Bastion der Vernunft interviewen. Es stellt sich heraus: Es wird kein Kontakt von Journalisten zum Datenschutzbeauftragten genehmigt. Die Kontaktaufnahme wird einfach verweigert. Nichtmal der Name des angeblichen Datenschutzbeauftragten wird weitergegeben. Meine (und nicht nur meine) These, die natürlich sofort dementiert werden würde:

Es gibt gar keinen Datenschutzbeauftragten im BKA.

Ich mein, es leuchtet ja ein. Im Vatikan gibts auch keine Sexualberaterin. George W. Bush hat auch keinen Menschenrechtsbeauftragten. Und Uli Hoeness hat auch niemanden als Sechzger-Berater angestellt. Die NPD hat auch keinen Ausländerbeauftragten. Zumindest nicht im eigentlichen Sinne. Wozu auch? Und aus genau diesem Grund braucht das BKA auch keinen Datenschutzbeauftragten.

Bundeskriminalamt, my ass. Reichssicherheitshauptamt. So schauts nämlich aus.

Die Erde geht den Bach runter. So richtig.

November 20, 2008 – 3:53 pm

Wie anders ist es zu erklären, dass die steigenden Lebensmittelpreise zu organisierter Wilderei führen? Und wir reden hier nicht von Burkina Faso - wir reden hier von Her Majesty’s United Kingdom Of Great Britain And Northern Ireland.

Oder, alternativ:

Südkorea least die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche Madagaskars. Für Südkorea natürlich super. Aber für Madagaskar? Wenn die Leute dann merken, dass die Nahrungsmittel, die sie anbauen, zur Hälfte schonmal einfach weggehen Richtung Ostasien? Wenn da mal eine richtige Hungersnot kommt… schützt dann die madagassische Armee südkoreanische Felder? Und lässt die Bevölkerung verhungern? Weil pacta sunt servanda und wenn man das Fressen nicht liefert, streicht die Weltbank Entwicklungskredite?

PISA macht auch vor Lehrern nicht halt

November 20, 2008 – 3:44 pm

Binomische Formeln unbekannt

Screenshot der Tagesschau zum PISA-Bericht. Ohne Worte. :)

(Quelle: Fefe)

WTF des Tages

November 19, 2008 – 2:51 pm

Ja spinn ich, oder was? Ich leg das mal unter “Kunst” ab… das muss irgendeine Performance sein, die ich nicht kapiere. Alles andere, allein zu denken, wäre absurd.