Bildungsetat und Bootcamps
January 2, 2008 – 2:15 pmHier stehts ja quasi schwarz auf weiß, so dass der durchschnittlich schlaue Spiegelleser (Oxymoron?) das grobe Bild zumindest erahnen kann:
Also, wir müssen die Leute ja ins Land lassen, beziehungsweise mussten sie früher holen, damit sie unsere Werkshallen schrubben, während deutsche Arbeiter Autos zusammenschrauben, und damit nicht hinterherkamen. Und man will ja nicht undankbar sein, rauswerfen nach Ende der Gastarbeiterära ging also auch nicht. Gut, dann machen wir unser Bildungssystem so ungerecht und selektierend, dass die wenigstens dabei bleiben, höchstens Böden schrubben zu können. Die paar (deutschen) Wähler, die so ein System auch am Boden hält, die sollen dann ruhig radikal wählen, dann haben wir wenigstens ein prominentes Feindbild. Und wenn die Kids der ex-benötigten Einwanderer wegen des Bildungssystems in die kriminelle Schiene abdriften, oder einfach nur keine Erziehung bekommen, weil die Eltern beide arbeiten müssen, dann sperren wir die einfach weg, und das am Besten noch in einer Form, die ihnen eigentlich klarmachen sollte, dass sie hier nicht erwünscht sind. Und in der Debatte über die Erziehungslager machen wir noch Stimmung gegen den Regierungswechsel in Hessen, 1999 hat das schließlich auch funktioniert.
Irgendjemand, der in dieser satirischen Zusammenfassung nicht den zentralen Punkt erkennen kann?
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